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Die schwarze Greet (an neuem Standort)

Die Schwarze Greet

Er waren einmal zwei Fischer, die wie viele andere auf dem Schleswiger Holm wohnten. Sie hatten die ganze Nacht gearbeitet und nicht einen Fisch gefangen, so oft sie ihre Netze auch ausgeworfen hatten. Als sie ihre Netze nun ein letztes Mal leer emporgezogen hatte, wollten sie betrübt heimfahren. Da erschien ihnen die schwarze Greet. Hin und wieder zeigt sie sich den Fischern. Sie kommt vom anderen Ufer her, wo nahe Haddeby eine Stelle im Dannewerk nach ihr „Margaretenwerk“ heißt. Sie ist königlich geschmückt mit prächtigen Perlen und Diamanten, aber sie trägt immer ein schwarzes Gewand – so zeigt sie früher auch ein Gemälde im Margaretensaal im Husumer Schloss.

Die schwarze Greet sprach zu den Fischern: „Legt eure Netze noch einmal aus, ihr werdet einen reichen Fang tun; den besten Fisch aber, den ihr fangt, müßt ihr wieder ins Wasser werfen.“ Die Fischer versprachen dies und taten, wie die Greet es gesagt hatte. Da zogen sie in ihren Netzen einen so überschwenglichen Fang empor, dass der Kahn ihn kaum fassen wollte! Unter den vielen Fischen war aber einer, der hatte Goldmünzen statt der Schuppen, Flossen von Smaragd und auf der Nase Perlen. „Das ist der beste Fisch“, sprach der eine, und wollte ihn wie geheißen zurück ins Wasser setzen. Der andere aber wehrte ihm und versteckte den Fisch unter den übrigen im Haufen, auf dass die Greet ihn nicht sähe. Dann ruderte er hastig dem Ufer zu, denn ihm war bange dabei. Sein Gefährte folgte ihm ungern. Aber wie sie so hinfuhren, fingen die Fische im Boot allmählich an, wie Gold zu blinken, denn der Goldfisch machte die übrigen auch golden. Und dadurch wurde das kleine Holzboot immer schwerer und schwerer und versank endlich in die Tiefe, in die er den bösen Gesellen mit hinabzog. Der andere entkam mit Not und erzählte die Geschichte den Holmer Fischern.

Weitere Informationen:

Diese Sage geht zurück auf Königin Margarete Sambiria (ca. 1232 bis 1282) nach welcher auch der 3,3 km lange Margarethenwall als Teil des Danewerks benannt ist. Man weiß heute zwar, daß dieser Wall deutlich älter ist und seine Entstehung mindestens bis ins Frühmittelalter zurückreicht, aber vielleicht hat die „Swarte Greet“ ja an seinem weiteren Ausbau mitgewirkt und ihm deshalb ihren Namen verliehen. In der Legende scheint es ferner eine Analogie zum Mythos um die Meeresgöttin Ran zu geben. Sie ist die Frau des riesischen Meeresgottes Ägir und Mutter der neun Wellentöchter, welche wiederum gemeinsam den Wächtergott Heimdal geboren haben. Ran verkörpert die dunklen Meerestiefen und gilt als Totengöttin der Ertrunkenen. Möglicherweise befindet sich der gierige und damals ertrunkene Fischer ja nun in Ihrem Reich auf dem Grund des Meeres, bzw. der Schlei…

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Swarte Greet

Margaretha Sambiria ( 1232-1282, nedstammer fra en slavisk adelsslægt. En af hendes binavne er ”Svinislava” og hun var Kong Kristoffer af Danmark`s hustru. Efter hans død i 1259 overtog hun som værge for den fælles søn også en regents opgaver som Dronning af Danmark. Sagnet fortæller at hun indtil flere gange viste sig som ”Swarte Greet” for Holmens fiskere. Hun galt som kamperfaren og var i besiddelse af en enorm gennemslagskraft, og kunne være til hjælp, derfor burde man ikke modsætte sig hendes anvisninger.

 

The Black Greet

Margarethe Sambiria (around 1232 – 1282) was a member of a Slavonic noble family. One of her surnames was “Svinislava” and she was married to King Christoffer of Denmark. After his death in 1259 she become guardian of their son and took over the official duties as Queen of Denmark. According to legends she often appeared as the “Black Greet” to the fishermen that lived in the small fisher settlement in the East of Schleswig called “Holm”. She was said to be a very strong and assertive but kind woman highly experienced in handling her weapons. One should certainly not start a fight with her…