Flagge-GB dänische Flagge als Textanker

Das Götterschiff „Skidbladnir“

Skidbladnir, (altnordisch: „aus dünnem Holz zusammengesetzt“), lautet der Name des Schiffes des Gottes Freyr. Der Bau dieses sehr besonderen Schiffes wurde vom Halbgott Loki veranlasst, welcher die Zwerge zu einem Wettkampf herausforderte, in dem es darum ging, die wundersamsten Gerätschaften zu fertigen. Hierbei entstand auch Odins Speer „Gungnir“, welcher niemals sein Ziel verfehlt, das goldene Haar der Göttin Sif, der Ring „Draupnir“, von dem jede Nacht acht weitere, gleiche Ringe abtropfen, der Eber „Gullinborsti“, dessen Borsten im Dunkeln leuchten und nicht zuletzt auch Thors magischer Hammer „Mjöllnir“.

Ansicht des Bootes in Richtung des Hanges am Weg zur MichaelisalleeFreyrs Schiff gilt als „das beste aller Schiffe“, es ist zwar nicht das Größte, aber immerhin groß genug, um alle Götter mit voller Ausrüstung aufzunehmen, es benötigt keine Ruder und hat bei gesetztem Segel immer Wind von hinten. Außerdem lässt sich Skidbladnir so klein zusammenfalten, dass Freyr es in einem Beutel mit sich herumtragen kann. Unser Schiff hier scheint sich gerade aus dem Lollfußhang heraus zu entfalten.

Die ersten Besiedlungen vor tausenden von Jahren erfolgten in dieser Region vorwiegend in Wassernähe. Dieses geschah nicht nur auf Grund einer Erweiterung des Speiseplans durch Fischfang, sondern vorwiegend wegen der Möglichkeit, längere Wegstrecken bequemer zurücklegen zu können, denn Landreisen dauerten länger und waren zu früherer Zeit auch gefährlicher. Der Bau und die Verwendung von Wasserfahrzeugen hat somit entscheidend zur Bildung unserer Kultur beigetragen. Hier in Schleswig ist in Schloss Gottorf das eisenzeitliche Nydamboot aus dem Jahr 320 n.d.Z. zu besichtigen. Das Hjortspringboot im Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen ist sogar noch älter. Die Wikingerschiffe wie das im Wikinger Museum Haithabu gelten noch heute als Meisterwerke der Schiffbaukunst und waren allen anderen Schiffstypen ihrer Zeit in Geschwindigkeit, Flexibilität und Reichweite überlegen.

Auf den in Felsen geritzten Bildern der Bronzezeit sind segellose, manchmal mit Rudern versehene Boote abgebildet. Diese trugen wie die späteren Wikingerschiffe offensichtlich Tierköpfe an Bug und Heck. Auch Darstellungen auf dänischen Kultdolchen der Bronzezeit zeigen Bildnisse von Wasserfahrzeugen mit lang heraufgezogenen Steven und zum Teil mit angedeuteten Kopfverzierungen. Von über 10.000 dieser Bilder sind Boote nach den Menschen die häufigsten Darstellungen. Daher ist es klar, dass Schiffe auch für die Götter der nordischen Mythologie eine Bedeutung haben mussten.

Der Wanengott „Freyr“ gilt als der bedeutenste Fruchtbarkeitsgott und er ist der Bruder der wunderschönen Göttin Freyja. Neben Skidbladnir nennt Freyr auch den Eber Gullinborsti, ein magisches Schwert und ein Hirschgeweih sein eigen. Ihm zu Ehren wird bis heute in vielen skandinavischen Regionen in der Vorweihnachtszeit der sogenannte „Juleber“ verspeist.

Neben einer gedruckten Broschüre üner den Mythenpfad zeigt das Bild den Inhalt einer Metallkapsel: ein Stück Geweih, eine silberne Münze und einen kleinen Phallus aus Bronze.„Frodi“, der dänisch-schwedische Urkönig aus der Eisenzeit, gilt möglicherweise als identisch mit dem Gott Freyr. Während seiner langen Herrschaft gab es regelmäßig gute Ernten, so dass niemand hungern musste und die Bauern zu Wohlstand kamen. Auch gab es keinerlei Kriege, alle Menschen im Land hatten eine gute Zeit und diese Periode wurde als „Frodis Friede“ bezeichnet. Als Frodi verstarb, verheimlichte man seinen Tod mehrere Jahre und ließ ihm offiziell weiter Verehrung zukommen, um „Frodis Frieden“ nicht zu gefährden. Aus dieser Zeit ist der altnordische Segensspruch „Ar ok Fridr“ – „Gute Ernte und Frieden!“ überliefert.

Unser Schiff „Skidbladnir“ im Lollfuß soll den Beginn einer solchen Zeit für unseren Stadtteil symbolisieren. Aus diesem Grund wurde im Fundament unter dem Schiff eine Zylinderhülse mit entsprechenden Beigaben eingelassen: Für den Reichtum eine silberne Nachbildung der ersten dänischen Münze, für den Frieden ein Stück Hirschgeweih und ein bronzener Phallus für die Fruchtbarkeit. Zudem befindet sich auf dem Deck eine Schatzkiste in wikingerzeitlicher Form, welche mit verschiedenen Symbolen versehen wurde: Der Segensspruch „Ar ok Fridr“ ist dort in Runen zu lesen, eine Kornähre für die Fruchtbarkeit, ein Horn für die Fülle und für den Frieden eine Hirschdarstellung nach Vorbildern aus Haithabu.

Ansicht der einen Vorderseite des Schiffes. Der Name ist aus Holzbuchstaben am Bug. Auf der Seite der Kiste ist die gezeichnete Kornähre und der Runenspruch zu sehen. Ansicht der Bugseite mir dem Schiffsnamen aus Holzbuchstaben und einem der Schilde. Auf der an Deck stehende Kiste ein Trinkhorn und eine Hirschdarstelllung.

weiter Richtung Schloss Gottorf

Gude-skibet ”Skidbladnir”

Skidbladnir, (oldnordisk for : sammensat af tynde træ-blade ) er navnet på guden Frej`s skib. Halvguden Loke som havde udfordret dværgene til en dyst om hvem der kunne fremstille de vidunderligste redskaber, iværksatte bygningen af dette imponerende skib. Derved opstod ligeså Odin`s gyldne spyd ”Gungnir” som altid ramte plet, gudinden Sif`s gyldne hår, ringen ”Draupnir” som hver nat blev til otte ringe mere, ornen ”Gullinborsti” hvis svinebørste lyste om natten, og Tor`s magiske hammer ”Mjøllnir”.

Ansicht des Bootes in Richtung des Hanges am Weg zur MichaelisalleeDe første beboelser her på egnen opstod overvejende i nærheden vand og kyst. Dette skete ikke kun på grund af at folks spisevaner blev udvidet igennem fiskeriet, men ligeså meget ud af den kendsgerning, at det var hurtigere, og mere sikkert at rejse per skib, end at rejse til lands. På dette tidspunkt var det meget farligt at rejse til lands. Dermed har fremstillingen og brugen af både og skibe haft en væsentligt betydning for udviklingen af vores kultur. Her i Slesvig, på Gottorp Slot, kan man se Nydambåden fra året 320, og på Nationalmuseet i København den endnu ældre Hjortspringbåd. Vikingeskibene som dem i Hedeby-museet, anses endnu i dag som mesterværker i skibsbygningen, skibe som i deres tid var langt overlegne over for andre skibstyper hvad hurtighed, fleksibilitet og rækkevidde angår.

På tegninger fra bronzetiden, tit ridset i sten, kan man se både og skibe uden sejl, nogen gange med årer. Disse både var ligesom senere vikingeskibene udstyret med dyrehoveder på både bug og agterende. Også kult-dolke fra bronzetiden viser billeder af skibe med langtrukken stævn og dyrehoveder. Fra over 10.000 af sådanne billeder, er skibe og både, næst efter menneskemotiver, de hyppigste illustrationer. Dermed står det klart at skibe må have haft en vigtig betydning for de nordiske guder.

Guden Frej siges at være frugtbarhedens mest betydningsfulde gud. Han er bror til den allersmukkeste gudinde Freja. Ud over at være i besiddelse af Skidbladnir, ejer Frej også ornen Gullinborsti, et magisk sværd, og et kronhjortegevir. Frej til ære bliver der i mange skandinaviske regioner stadigvæk spist ”Juleber ” i tiden før jul.

Neben einer gedruckten Broschüre üner den Mythenpfad zeigt das Bild den Inhalt einer Metallkapsel: ein Stück Geweih, eine silberne Münze und einen kleinen Phallus aus Bronze.”Frodi”, den dansk-svenske old-konge fra jerntiden, er muligvis identisk med guden Frej. Under hans lange herredømme var der regelmæssig god høst, således at ingen måtte sulte, og bønderne tilkom der betragtelig rigdom. Ligeledes var der ingen krige, så menneskerne havde et godt liv. Denne periode betegnes også som ”Frodi- freden”. Efter Frodi`s død, holdt man denne hemmeligt, for ikke at true freden. Fra denne tid stammer den oldnordiske velsignelse ”Ak ok Fridr”- ”God høst og fred”.

Vores skib ”Skidbladnir” i Lolfod skal netop symbolisere begyndelsen af en sådan frodig tid for vores bydel. På grund af det har vi lagt forskellige offergaver i fundamentet under skibet. For rigdom blev der vedlagt en kopi af en af de første danske mønter, for freden- en kronhjortetak, og en ”Phallus” af bronze for frugtbarheden. På dækket står der en kiste i vikinge-stil. Den er smykket med forskellige symboler, og med velsignelsen ”Ak ok Fridr” i runeskrift. Man kan et aks som står for frugtbarhed, et horn som står for fyldighed, og en kronhjort som symboliserer freden, efter forbilleder fra Hedeby.

weiter Richtung Schloss Gottorf

The ship of the Gods

Skidbladnir (Old Norse: “built from thin wood”) is the name of the god’s Freyr’s ship. The construction of this very special ship had been induced by the demigod Loki, who challenged the dwarfes to a competition to craft the most wondrous artefacts. Odin’s spear “Gungnir”, which never misses it’s aim, the golden hair of the godess Sif, the ring “Draupnir”, of which eight identical rings drop of each night, the boar “Gullinborsti”, which’s bristles glow in the dark and, last but not least, Thor’s magic hammer “Mjöllnir” were also forged in the course of this.

Ansicht des Bootes in Richtung des Hanges am Weg zur MichaelisalleeFreyr’s ship is considered to be “the best of all ships”. It is not the biggest, but it is at least big enough for all the gods in full gear, it has no need of oars and has always wind coming from behind when under canvas. Furthermore, Skidbladnir can be folded together so small, that Freyr is able to carry it around in a bag. Our own ship here seems to just unfold itself out of the Lollfuß slope.

The first settlements in this region, thousands of years ago, were mainly close to water. This happened not only due to an extension of the menue by fishing, but predominantly because of the possibility to cover large distances more easily. Travelling over land took longer and was more dangerous in former times. Construction and use of watercrafts therefore was crucial for the development of our culture. Here in Schleswig you can find the Iron Age Nydamboot from the year 320 at Castle Gottorf. The Hjortspringboot at the Danish National Museeum in Kopenhagen is even older. The viking ships, like the one at the Viking Museum Haithabu, still count as masterpieces in the art of naval architecture and they were superior to all other ships of their time in terms of speed, flexibility and range.

On pictures from the Bronze Age, scratched into rock, boats without sails, sometimes with oars, are depicted. Alike the later viking ships, those obviously sported animal heads on bow and stern. Images on danish cultic dirks from the Bronze Age also show watercrafts with long drawn stem, some with indicated headornaments. Of more than 10.000 of those illustrations, boats are the most frequent images right after people. Obviously, ships had to have a meaning for the gods of the nordic mythologie, too.

The vanr god “Freyr” is considered to be the most meaningful god of fertility and he is the brother of the beautiful goddess Freyja. In addition to Skidbladnir, Freyr also owns the boar Gullinborsti, a magic sword and a deer’s antlers. In some skandinavian regions people still eat “Jul-Boar” in his honour during the time before christmas.

Neben einer gedruckten Broschüre üner den Mythenpfad zeigt das Bild den Inhalt einer Metallkapsel: ein Stück Geweih, eine silberne Münze und einen kleinen Phallus aus Bronze.“Frodi”, the danish-swedish primal king from the Iron Age, is considered to possibly beeing identical with the god Freyr. During his long reign good harvests were frequent, so that no one had to go hungry and farmers grew wealthy. There were no wars, people had a good time and this period was called “Frodi’s peace”. When Frodi died, his death was kept a secret for several years and he was still worshiped publicly, for not to endanger “Frodi’s peace”. In this time the old norse blessing “Ar ok Fridr” – “Good harvest and peace!” – has it’s origin.

Our ship “Skidbladnir” at Lollfuß is meant to be a symbol for the beginning of such a time for our quarter. Because of this, a cylinder liner with matching goods was embedded into the foundation underneath the ship: A silver replica of the first danish coin symbolizing wealth, a piece of a deer’s antler symbolizing peace and a bronze phallus symbolizing fertility. Furthermore, there is a chest on deck alike the ones from viking times, which has been decorated with several symbols: The blessing “Ar ok Fridr”, written in runes, a grain spike standing for fertility, a horn for abundance and, standing for peace, the image of a deer, modelled on some from Haithabu.

Ansicht der einen Vorderseite des Schiffes. Der Name ist aus Holzbuchstaben am Bug. Auf der Seite der Kiste ist die gezeichnete Kornähre und der Runenspruch zu sehen. Ansicht der Bugseite mir dem Schiffsnamen aus Holzbuchstaben und einem der Schilde. Auf der an Deck stehende Kiste ein Trinkhorn und eine Hirschdarstelllung.