Flagge-GB dänische Flagge als Textanker

Abels Jagd

König Abel (1218 – 1254), der Herzog von Schleswig, entstammte direkt dem alten Geschlecht dänischer Wikingerkönige. Um auf den dänischen Königsthron zu gelangen, ermordete er den rechtmäßigen Thronfolger, seinen Bruder König Erich IV (1216 – 1250) auf einem Boot bei Missunde. Um Abel ranken sich viele alte Schleswiger Sagen. So spukte er der Legende nach im Schleswiger Dom, woraufhin sein Leichnam gepfählt und im Sumpf hinter Schloss Gottorf versenkt wurde. Dort soll er bis heute in Begleitung von neun Jagdhunden sein Unwesen als wilder Jäger treiben. In einer dieser Sagen heißt es übrigens, ursprünglich seien es zehn weiße Hunde mit feurigen Zungen gewesen, wovon ihm einer abhanden gekommen und nach Dannewerk gelangt sei.  Und von dieser Art Hunde gäbe es in Dannewerk bis heute welche – wobei sich „heute“ natürlich auf die Zeit der Sagenniederschrift bezieht. Interessant ist aber, daß sich hier in einer längst als christianisiert geltenden Umgebung und Zeit, die Zahl „Neun“ wiederfindet. Gilt die Zahl Neun doch als die heilige Zahl der germanischen Mythologie: Odins Selbstopfer dauert neun Nächte, Heimdall wurde von neun Müttern geboren, die Neun Welten, die neun Wellentöchter,  „Neunkräutersegen„, „Neunerlei“, um nur einige Stichworte zu nennen…

König Abels Jagd

(Für die Erbsen… ähh… Hundezähler 😉 : Der neunte Hund befindet sich auf der linken Seite des Stromkastens und ist hier nicht zu sehen!)

weiter richtung Schloss Gottorf

weiter richtung Innenstadt

Abels jagt

Kong Abel (1218-1254) i sin tid hertug af Slesvig, nedstammer direkte af en danske vikingekongerrække. For at komme på den danske kongetrone, myrdede han sin
egen bror kong Erik den 4. (1216-1250) på en båd i nærheden af Missunde. Der er mange slesvigske sagn om kong Abel. Et af dem fortæller, at han spøgte i den slesvigske domkirke, hvorpå hans lig blev gennemspiddet og derefter smidt i mosen bagved Gottorp slot. Det siges at han der indtil den dag i dag, sammen med ni jagthunde, laver sine ugerninger som vild jæger.

 

Abel’s Wild Hunt

King Abel (1218 – 1254), once Duke of Schleswig, was a direct descendent of the lineage of the Danish Viking kings. In order to take the throne he is said to have murdered his brother King Eric IV (1216 – 1250) on a boat on the Schlei near Missunde. Many legends entwine themselves around King Abel saying that his ghost walked around in the Schleswig Cathedral. Consequently, the king’s body was taken outside the church and stuffed into a soggy grave near Gottorp Castle. Even long after the king’s death there were reports of „Abel’s wild hunt“ where a man on a horse and nine glowing hounds hunted across the moors and forest of Schleswig.