Im Herbst 2014 schrieb ich an dem Konzept für einen Mythenpfad in der Stadt Schleswig, und legte es danach dem Vorstand der „Interessengemeinschaft Pro Lollfuß“ vor. Zum Jahresende wurde vereinbart, die wesentlichsten Elemente daraus im Lollfuß, bzw. im 7. Quartier umzusetzen. Natürlich habe ich an die Umsetzung dieses Vorhabens geglaubt, aber dass es letztendlich mit einem solchen Enthusiasmus und mit einer derartigen Geschwindigkeit losgehen würde… Nein, davon wagte ich nicht einmal zu träumen!

An dieser Stelle möchte ich daher zunächst allen danken, die in unterschiedlichster Weise dazu beigetragen haben, dieses Vorhaben umzusetzen! Dazu gehören an erster Stelle der Vorstand sowie die vielen aktiven Mitglieder der „Pro Lollfuß Interessengemeinschaft“, aber auch den Künstlern und der Stadt Schleswig sowie vielen anderen Menschen und Institutionen aus Schleswig und Umgebung, von denen einige auch als „Mythen-Mäzene“ aufgetreten sind. Gedankt werden soll aber auch den ganzen kleineren Spendern, welche halfen die Spendendosen in den Lollfußer Geschäften zu füllen.

Nach nicht einmal einem Jahr sind nun bereits neun Stromkästen gestaltet und es wurden zwei Skulpturen aus Lindenholz erstellt. Diese Internetseite www.mythenpfad.de steht, ein Logo existiert, Flyer wurden gedruckt und verteilt und sogar erste Merchandise Produkte werden schon angeboten. Des weiteren wurden Vorträge gehalten, Führungen organisiert und Veranstaltungen zur Einwerbung von Spenden durchgeführt. Im Hintergrund laufen bereits Gespräche mit weiteren Spendern, sowie über zukünftige Projekte und entsprechende Standorte – was bedeutet, es wird definitiv weitergehen!

Der bisherige Höhepunkt war sicherlich die Einweihungsfeier der beiden Skulpturen „Freyja“ und „Tyr“. Neben vielen Persönlichkeiten aus der Politik, der Stadt und dem Umland, erschienen auch Wikinger verschiedener lokaler Gruppen in Gewandung. Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Auf dem Foto ist der Gehweg voll von menschen, die um die Holzfiguren und den danebenstehenden Infostand stehen und miteinander im Gespräch sind. Auf diesem Foto stehen Personen in wikingerzeitlicher Kleidung um die beiden großen Holzfiguren herum. Eine Frau mit zwei Handpuppen schaut über die Reling eines Wikingerbootes.

Auf einem Holztisch liegen viele Handzettel mit den Beschreibungen der Stromkastenmotive. Im Vordergrund Tyr. Aus der unteren Hälfte des Holzstammes ist der Fenriswolf herasgearbeitet, der nach Tyrs Hand schnappt. An seinem Halsband hängen Reste einer zerrissenen Kette. Die beiden Holzfiguren am Fuße der Lollfußtreppe, diesmal ohne Menschenmenge.

Übrigens hat sich seit diesen Aufnahmen schon wieder etwas getan: Die Baustelle hinter den Skulpturen ist beseitigt worden und der Mülleimer neben der „Freyja“ wurde an eine andere Stelle versetzt!

Ralf Matthies